Die Fotografie im Wandel der Zeit

Jeder hat schon alte Fotografien gesehen, bei denen schnell zu erkennen ist, dass die Fotografie etwas kompliziertes, teures und ganz Besonderes war. Wer sich vor mehr als 100 Jahren fotografieren ließ, gehörte meist zur Oberschicht und inszenierte seine Fotos mit guter Kleidung, sehr bewusster Auswahl des Ortes und Arrangements auf dem Bild selbst. Das Fotografieren selbst war dabei den Profis überlassen, die sich eine Ausrüstung leisten konnten und damit umzugehen wussten. Im Laufe der Zeit wurde das Fotografieren selbst immer preisgünstiger, technisch weniger aufwendig und hat sich zu einem echten Massenphänomen entwickelt. Die sozialen Netzwerke im Internet, die das Veröffentlichen von Fotos auch für Privatleute sehr einfach gemacht haben, beschleunigten diesen Trend.

Der Siegeszug der digitalen Kameras

Natürlich gibt es auch heute noch Fotografen, die auf analoge Fototechnik schwören und den digitalen Kameras skeptisch gegenüberstehen. Tatsache ist jedoch, dass Digitalkameras heute qualitativ hochwertige Bilder machen können und durch den Wegfall von Kosten für Entwicklung, richtige Lagerung von Fotos und einfachen Methoden die Bilder oft schon durch die Kamera selbst bearbeiten zu können ihren Siegeszug angetreten haben. Klassische Videokameras werden nur noch für einige Bereiche im professionellen Bereich und in der Kunstfotografie eingesetzt. Die rasante technische Entwicklung der Digitalkameras ermöglicht heute jedem Smartphonebesitzer, Fotos zu machen und sie eigenständig im Internet zu veröffentlichen. Die Nachfrage nach digitalen Kameras zu unterschiedlichen Zwecken führt dabei zu einer immer schnelleren Entwicklung der Kameratechnologie.

Fotografieren als Beruf und Hobby

Egal, ob jemand als Berufsfotograf arbeitet oder einfach nur seinen Schuh fotografieren möchte, um den Schnappschuss bei Instagram, Facebook und Co zu veröffentlichen, macht für die Qualität der Fotos oft kaum noch einen Unterschied. Berufsfotografen sehen sich in den letzten Jahren starker Konkurrenz durch die Hobbyfotografen ausgesetzt. Oft können geschickte Nutzer preisgünstiger Digitalkameras Fotos von nahezu gleichwertiger Qualität erstellen oder ihre Bilder nachträglich mit Bildbearbeitungsprogrammen optimieren. Obwohl die Berufsfotografie in einigen Bereichen, wie der Werbung, Pressefotografie und Sportfotografie, sicherlich eine Zukunft hat, werden in vielen anderen Bereichen die Amateure die Profis verdrängen. Auch ist in diesem Bereich eine Verschmelzung verschiedener Fachbereiche zu beobachten. Hobbyfotografen kennen sich oft sehr gut mit der Software aus, mit der sie ihre eigenen Bilder bearbeiten und qualitativ aufwerten können. Fotografie und Grafikdesign werden so oft von derselben Person ausgeführt.

Die Zukunft der Fotografie

Wohin der Trend der Fotografie geht, ist nicht schwer zu erraten. Immer bessere und preisgünstige Digitalkameras und immer bessere Software zur Bildbearbeitung kommen auf den Markt. Smartphonenutzer können ihre Fotos inzwischen sogar direkt an dem Gerät bearbeiten, mit dem ihre Bilder entstanden sind. Insgesamt wird das Fotografieren dadurch noch preisgünstiger und einfacher. Das selbe gilt für die Bildbearbeitung der so entstandenen Fotos. Dies führt dazu, dass Nutzer heute in allen Bereichen perfekte Fotos erwarten. Während es vor ein paar Jahren noch völlig in Ordnung war einen privaten Schnappschuss zu veröffentlichen, der leicht verwackelt und nicht perfekt ausgeleuchtet war, gilt dies heute in vielen Bereichen schon als peinlich. Der Hobbyfotograf zeigt dadurch, dass er die technischen Möglichkeiten seiner Kamera und Software nicht richtig genutzt hat.

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